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Schaarschmidt  
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Schaarschmidt
Sigrid Schaarschmidt
    (verstorben)  
 
 
Birgit Sch.
Birgit Schaarschmidt
    - Tochter -
Wir im Jahr 1989
 
 
Viele Jahre quälten mich als selbständigen Handwerksmeister die Zustände in der DDR, die Gängelei, die ewigen Materialengpässe (sofern man nicht für "Institutionen" arbeitete), die begrenzte Reisefreiheit, selbst in die "sozialistischen Bruderländer" ! Auch dort war man Deutscher 2.Klasse, erhielt nur wenig "Devisen" (Forint usw.) pro Tag zugeteilt!
 
Hatte man die Schulbildung, die Lehre und noch Qualifikationen abgeschlossen, dann erwuchsen im Lauf der Jahre immer mehr politische Zweifel am SED-Regime! Und als Handwerker kannte man viele Menschen, auch "negativ-feindliche Elemente" (MfS-Jargon).
 
Aus meinem Lehrbetrieb "VEB Energieversorgung Dresden" war ich 1974 ausgeschieden, habe in diesem "Schwerpunktbetrieb" gekündigt, obwohl ich schon mit 23 Jahren zum Leiter eines Meisterbereiches aufgestiegen war ! Ohne SED-Mitgliedschaft. Darauf bin ich stolz.
 
Nur kurz möchte ich zwei der wichtigsten Kündigungsgründe nennen:
 
  • ständige Aussprachen bei meinem vorgestellten Abteilungsleiter: "trete doch endlich in die SED ein" (er gab dem MfS auch Auskünfte im Zuge einer "Betriebsermittlung", wie mir heute meine Stasi-Akten verraten), oder "erläuternde" Gespräche beim Chef Genossen Hiller oder beim Parteisekretär Genossen Joh. Heinke !
 
  • das Meistergehalt war an der "oberen Grenze" angelangt, aber mein Obermonteur verdiente mehr als ich! Er war "Arbeiter", ich nur "Angestellter" nach DDR-Lohntabellen-Verständnis.
 
 
 
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Aber ich hatte ja im Abendstudium meinen selbst bezahlten Handwerksmeister gemacht!
"Mach Dich doch selbständig", riet mir eindringlich meine damalige Freundin Sigrid, die ich 1977 heiratete !
Der Aufstieg zum "Restkapitalisten" in der DDR gelang mit unglaublichen Schwierigkeiten, vielfältigen Problemen und nur mit Hilfe von "Vitamin B".
Doch das wäre eine weitere Geschichte, darüber könnte man auch ein Buch schreiben...